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Gedenkveranstaltung zum 68. Jahrestag der Befreiung Mauthausens

(This article expired 30.11.2013.)

Von 11. bis 13. Mai 2013 fanden in Österreich Gedenkveranstaltungen zum 68. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Nebenlager statt, die dieses Jahr einen thematischen Schwerpunkt auf die Retterinnen und Retter – jene mutigen Menschen, die den vom NS-Regime Verfolgten halfen – legten. Vertreter der Tschechischen Botschaft in Österreich gedachten wie jedes Jahr den tschechischen Opfern mit Kranzniederlegungen in Ebensee, Gusen, Mauthausen und Melk.

Die größte Gedenkveranstaltung, die an die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen durch amerikanische Soldaten am 5. Mai 1945 erinnert, fand am Sonntag, den 12. Mai 2013, statt. An ihr nahmen ca. 10.000 Menschen mit Delegationen aus ungefähr 50 Ländern teil. Die österreichische Politik war beim Gedenkakt u. a. mit Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und den Bundesministern Gerald Klug und Alois Stöger vertreten.

Im Rahmen der Internationalen Befreiungsfeier trat der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich Willi Mernyi auf, der sich in seiner Rede vorrangig an junge Menschen wandte, und appellierte, dass man den Heldentaten jener, die sich dem NS-Regime entgegenstellten, am besten gedenke, „indem wir heute alle Menschen aufrufen, ebenfalls Zivilcourage zu zeigen“.

Ein kleiner Gedenkakt fand unter Teilnahme von Vertretern der Tschechischen und der Slowakischen Botschaft in Österreich sowie Staatsbürgern beider Länder statt. Dr. Ivana Červenková, Geschäftsträgerin der Tschechischen Botschaft, ging in ihrer Rede auf die tragischen Schicksale der in Konzentrationslagern Inhaftierten und den Mut jener, die sich unter den schrecklichen Bedingungen an der Unterstützung und Rettung von Gefangenen beteiligten, ein. Es sei wichtig, dieses heldenhaften Verhaltens zu gedenken – nur wenige Namen jener, die den Verfolgten des NS-Regimes halfen, sind bekannt. Die meisten der überlebenden RetterInnen konnten oder wollten nach Kriegsende nicht darüber sprechen.  Sie betonte weiter, dass es notwendig sei, sich bei den abstrakten Opferzahlen die dahinterstehenden Schicksale konkreter Männer, Frauen und Kinder zu vergegenwärtigen. Ein wichtiger Schritt dazu ist der „Raum der Namen“ der neu gestalteten Gedenkstätte Mauthausen, wo die Namen von über 81.000 Häftlingen aufgelistet sind, die zwischen 1938 und 1945 im Konzentrationslager Mauthausen und seinen Außenlagern verstorben sind.