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Photo: © zpravyzmoravy.cz
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Erste Direktfahrt mit dem Zug von Brünn zum Wiener Flughafen

Der erste Direktzug ist am 22. Februar von Brünn aus am Wiener Flughafen eingetroffen. Schon im zweiten Quartal soll die Verbindung ihren regulären Betrieb aufnehmen. Insgesamt soll es sechs Verbindungen geben. Die ersten Gespräche darüber fanden vergangenen Sommer statt. Ziel ist es, den Menschen aus Südmähren eine direkte, schnelle und bequeme Anreise zum internationalen Flughafen zu ermöglichen. Finanziell beteiligen sollen sich am Projekt die Stadt Brünn, die Region Südmähren und die österreichischen Partner, wie der Schwechater Flughafen und gegebenenfalls die Stadt Wien beziehungsweise Niederösterreich.

Mit der ersten und vorerst einmaligen Zugverbindung fuhr eine Delegation Brünner und weiterer regionaler Politiker nach Wien, wo sie sich mit Vertretern des Flughafens, der Stadt Wien, Niederösterreichs und des Vorstands der ÖBB trafen, um über das weitere Vorgehen zu sprechen. Für ein erfolgreiches Funktionieren der Zugverbindung muss eine Reihe hauptsächlich technischer Hindernisse überwunden und eine Einigung über die Finanzierung des Projektes erzielt werden.

Die Bemühungen um eine Zugverbindung kamen ins Rollen, nachdem es der Südmährischen Region und Brünn lange Zeit nicht gelang, neue Flugrouten nach Brünn zu holen, was unter anderem auch der Situation um die Covid-Pandemie geschuldet war. "Wir haben Zahlen vom Wiener Flughafen, dass rund eine halbe Million Menschen jährlich die Strecke aus Südmähren zum Flughafen oder umgekehrt nutzen", so der Brünner Stadtrat und Initiator Petr Kratochvíl. Die Verbindung ist sowohl für Touristen als auch für die zahlreichen Pendler gedacht.

Der erste regelmäßige Nachtverkehr könnte im zweiten Quartal des Jahres starten, da der Slot, d.h. der Zeitraum sowohl auf der Strecke als auch an den Bahnhöfen dafür bereits reserviert ist. "Ziel ist es, je nach Nachfrage sechs Verbindungen mit vier bis sechs Waggons zu betreiben", so Kratochvíl. Diskutiert wird auch über die finanzielle Unterstützung, da vieles davon abhängt, welche Mittel die österreichischen Partner zur Verfügung stellen können und wollen.

Laut Kratochvíl sind die Tschechische Bahn und private Verkehrsdienstleister, darunter auch österreichische, an der Strecke interessiert. Die Zugfahrt am 22. Februar wurde vom privaten Unternehmen Gepard Express organisiert, das derzeit sechsmal täglich mit Kleinbussen Fahrten zwischen Brünn und dem Flughafen ermöglicht. Eine Fahrt mit dem Auto oder dem Bus dauert etwa zwei Stunden, mit dem Zug wäre sie etwas schneller. Reisende, die einen Zug direkt von Brünn aus nehmen wollen, müssen derzeit noch am Wiener Hauptbahnhof umsteigen.

Quelle: © ceskenoviny.cz