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Photo: © Botschafter der Tschechischen Republik
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Gedenkveranstaltung zum 76. Jahrestag der Befreiung des KZ Mauthausen

Die Botschaft der Tschechischen Republik in Wien nahm auch in diesem Jahr an einer Reihe von Gedenkveranstaltungen teil, um der tschechischen Opfer des Nationalsozialismus in Österreich zu gedenken. Hauptereignis war der 76. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen, das unter Einhaltung der Coronamaßnahmen am Sonntag, dem 16. Mai stattfand.

Botschafterin Ivana Červenková legte gemeinsam mit ihrem slowakischen Amtskollegen am tschechoslowakischen Denkmal einen Kranz nieder. Sie nahm auch virtuell an der Gedenkwoche teil. Ihren Videobeitrag können Sie sich HIER auf unserem YouTube-Kanal ansehen. Die Gedenkveranstaltung sowie viele weitere Videobeiträge von Zeitzeugen und Personen des öffentlichen Lebens stehen unter dem Motto "Vernichtete Vielfalt".

Mauthausen spielte eine tragische Rolle bei der Auslöschung des tschechischen Widerstands gegen die Nationalsozialisten. Im Herbst 1942 und im Frühjahr 1943 ermordeten die Nationalsozialisten Hunderte Familienmitglieder und Verwandte von tschechoslowakischen Fallschirmjägern, die einen Anschlag auf den Stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich verübten.

Weitere Vertreter der Botschaft nahmen in den vergangenen Tagen auch an Gedenkveranstaltungen in Attnang-Puchheim, Gusen, Ebensee und Melk teil. Auch diese Orte werden mit tschechischen Opfern in Verbindung gebracht. Vor Ort wurde die Erinnerung an sie auf individuelle Weise gewürdigt. In Attnang-Puchheim wurde die Feier zur Befreiung des örtlichen Lagers durch eine emotionale Gedenkrede des bekannten österreichischen Autors und Schauspielers Rupert Hennig ergänzt. Das Gedenken an die politischen Gefangenen, die von den Nationalsozialisten während der sogenannten "Kremser Hasenjagd" im Krems-Stein-Gefängnis erschossen wurden, wurde von der Botschafterin in Form einer Erklärung gewürdigt, die in der Galerie weiter unten einzusehen ist.