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Photo: MZV ČR / MFA CZ
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Außenminister Lipavský traf sich in Kiew mit Präsident Selenskyj und weiteren Vertretern

Der tschechische Außenminister Jan Lipavský besuchte am 20. Juli gemeinsam mit seinem österreichischen Amtskollegen Alexander Schallenberg Kiew. Mit dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Selenkyj, dem Ministerpräsidenten Denys Schmyhal und Außenminister Dmytro Kuleba besprachen sie die Unterstützung der Ukraine im Widerstand gegen die russische Aggression, den zukünftigen Wiederaufbau der Ukraine, die europäische Perspektive und die regionale Situation. Der tschechische Außenminister und sein ukrainischer Amtskollege vereinbarten die Vorbereitung eines Memorandums über eine zukünftige Zusammenarbeit.

Wir haben Kiew heuer im Februar besucht. Ich war erschüttert, als ich heute nach fünf Monaten zurückkehrte, durch die Straßen der zerstörten Stadt lief und mit eigenen Augen sehen konnte, dass der Krieg und vor allem die russische Aggression noch lange nicht vorbei sind. Wir müssen uns eingestehen, dass der Westen die aggressiven Absichten Russlands unterschätzt hat und den wahren Charakter des Putin-Regimes nicht erkennen wollte,“ sagte Außenminister Lipavský zu Beginn seines Besuches.

Lipavský stellte den ukrainischen Politikern die Prioritäten des tschechischen Vorsitzes im Rat der EU in Bezug auf den Wiederaufbau der Ukraine, ihre Fähigkeit zum Widerstand und die europäische Perspektive vor. Der Plan sieht u.a. die Fortsetzung der humanitären Hilfe seitens der EU, eine wirksame Unterstützung der Länder, die ukrainische Flüchtlinge aufnehmen und die Unterstützung beim Wiederaufbau der Ukraine ein. „Wir werden als der EU vorsitzendes Land alles dafür tun, der Ukraine weiterhin zu helfen. Die Ukraine hat einen Weg eingeschlagen, an dessen Ende die Mitgliedschaft in der EU steht. Es wird nicht einfach werden, aber die Entschlossenheit, die die Ukraine gegenüber Russland zeigt, ist für uns ein Beweis dafür, dass sie zu Europa gehört,“ fügte der Minister hinzu.

Die Delegation wurde während des Aufenthaltes in Kyjiw auch vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen. „Ich habe dem Präsidenten versichert, dass das für die Tschechische Republik einzig akzeptable Ergebnis auch ein für die Ukraine und das ukrainische Volk annehmbares ist. Für Tschechien kommen keine Verhandlungen mit Russland infrage, die die Ukraine nicht mit einbeziehen,“ sagte Lipavský.

Der tschechische Politiker sprach auch mit dem Außenminister der Ukraine Dmytro Kuleba. Die Hauptthemen waren die Fortsetzung der tschechischen Unterstützung der Ukraine, das tschechische Engagement beim Wiederaufbau des Landes und der Weg der Ukraine in die EU.

Beide Amtsträger besuchten auch die Stadt Irpin, in der nach dem Rückzug der russischen Streitkräfte Kriegsverbrechen aufgedeckt wurden sowie den zerstörten Flughafen Hostomel.

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Tschechisches Außenminister Lipavský traf sich in Kiew mit Ukraine-Vertretern